Preise & Gebühren für Neumitglieder

Statt der normalen, flugzeitbezogenen Gebührenordnung haben wir eine Pauschalregelung vorgesehen, um die Kosten für den Anfänger transparent zu halten.

Die Pauschale beinhaltet alle anfallenden Fluggebühren, Beiträge und die zu erbringenden Arbeitsstunden für die ersten 12 Monate der Mitgliedschaft. Es gibt dabei keine Beschränkung der Startzahlen oder Flugstunden – man kann fliegen, soviel man will. Die Jahrespauschale wird in 6 gleichen Raten in den ersten 6 Flugbetriebsmonaten fällig (April – September). Und es ist möglich, jeweils zum Monatsende ohne weitere Verpflichtungen aufhören.

Die Pauschale beträgt 600 € pro Jahr.
Mitglieder ohne eigenes Einkommen (Schüler, Auszubildende, Studenten) können eine ermäßigte Pauschale von 450 € in Anspruch nehmen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Segelflugausbildung haben, sprechen Sie uns am Flugplatz an oder senden uns eine E-Mail an: aero-club-tbb[@]web[.]de

Segelflugausbildung

Die vereinsinterne Segelflugausbildung wird von unseren Vereinsfluglehrern ehrenamtlich durchgeführt. Bei regelmäßiger Teilnahme am Flugbetrieb und fliegerischem Talent dauert sie bis zur Erlangung des Segelflugscheines etwa zwei Jahre.

Wer sich für das Segelfliegen entscheidet, muss allerdings einiges an Zeit investieren – nur ab und zu fliegen reicht gerade in der Ausbildung nicht aus.

Beginnen kann man mit 14 Jahren und nach oben gibt es keine Altersbegrenzung – unser ältester Flugschüler war bei Beginn der Ausbildung über 60 Jahre alt.

Spätestens vor dem ersten Alleinflug ist eine Fliegertauglichkeitsuntersuchung bei einem Fliegerarzt zu machen. Dies ist für einen durchschnittlich gesunden Menschen normalerweise ohne große Probleme möglich. Brillen sind dabei – in gewissen Grenzen (-8 bis +5 dpt.) – kein Hindernis.

Als Flugschüler fliegt man von Anfang an in der ASK21 auf dem vorderen Sitz des verantwortlichen Piloten. Zusammen mit dem Fluglehrer auf dem hinteren Sitz ‚fühlt‘ der Flugschüler anfangs die Steuerbewegungen nur mit. Mit der Zeit steuert er das Flugzeug zunehmend selbst und trifft auch alle nötigen Entscheidungen selbstständig.

Nach 50 – 80 Flügen ist der Flugschüler normalerweise soweit, das Flugzeug alleine zu starten und zu landen. Von da an darf er unter Aufsicht des Fluglehrers, der dann am Boden bleibt, alleine fliegen.

Im Winterhalbjahr findet der theoretische Unterricht in den Fächern Navigation, Luftrecht, Meteorologie, Technik, Navigation, ‚Verhalten in besonderen Fällen‘, menschliches Leistungsvermögen und Flugfunk statt. Die theoretische Prüfung dazu muss beim Regierungspräsidium abgelegt werden.

Mit bestandener Theorieprüfung kann nach den Streckenflugeinweisungen mit dem Fluglehrer der eigenständige 50 – Kilometerflug im Einsitzer absolviert werden. Bei weiteren Übungsflügen werden die fliegerischen Fähigkeiten und Wetterkenntnisse soweit verfeinert, bis schließlich die praktische Prüfung abgelegt werden kann und man vollwertiger Segelflugpilot mit Lizenz wird.

A-Prüfung abgelegt: Zhenjun Dong aus Lauda-Königshofen absolvierte ihre ersten Alleinflüge

Am vergangenen Samstag sollte es ein ganz besonderer Flug für Zhenjun Dong werden. Doch das wusste sie noch nicht als sie morgens wie gewohnt zum Flugplatz fuhr. Zum ersten Mal durfte sie sich alleine in das ihr nun mittlerweile vertraute doppelsitzige Segelflugzeug ASK21 setzen und völlig auf sich allein gestellt das Flugzeug fliegen. Somit hat sie erfolgreich die A-Prüfung abgelegt und einen riesigen Teilabschnitt ihrer Ausbildung zur Segelflugpilotin bereits abgeschlossen.

zhenjung_alleinflug1

Ihre Ausbildung begann die 27-jährige Flugschülerin etwas ungewohnt wie sie uns erzählt. Der 1. Ausbildungsstart, den sie seiterzeit noch im Fliegerclub Schweinfurt durchführte, löste in ihr gemischte Gefühle aus. Da war diese Faszination für das lautlose fliegen wie ein Vogel und die Kräfte der Natur zu nutzen, anderseits eine Nervosität die sie noch nicht kannte. Sie hatte es sich leichter vorgestellt, aber das zu Lernen sah sie als Herausforderung an. Ganz stolz berichtet sie heute, wie glücklich sie ist, diese angenommen zu haben. Wie hätte sie sonst so viel Spaß beim Fliegen haben und diesen besonderen Tag erleben können?

zhenjung_alleinflug2Stolz waren außer ihr natürlich auch ihre Fluglehrer Martin Bauer und Petra Jemiller als ihre Schülerin nun „flügge“ wurde und bald auf das einsitzige Segelflugzeug Ka8 umgeschult werden kann. Bis zum nächsten Ausbildungsziel, dem Fünfstundenflug, der einen ersten Härtetest für die junge Segelfliegerin darstellt, ist es somit nicht mehr weit. Nun stehen noch weitere Übungen der fliegerischen Fertigkeiten auf dem Programm. Nach der Theorieprüfung kann sie dann zum geforderten 50 Kilometer Streckenflug starten. Den Abschluss bildet eine praktische Prüfung, die aber nach intensiver Schulung keine große Hürde mehr ist.